Offen gesagt
Ein Thema, über das viele Häuser schweigen. Wir nicht. Denn wer weiss, worum es geht, reist entspannter, und Achtsamkeit ist der beste Schutz, den es gibt.
Zuerst das Wichtigste
Bettwanzen übertragen nach heutigem Wissensstand keine Krankheiten. Ihre Stiche tun nicht weh, können aber jucken, meist klingt das innerhalb weniger Tage ab und lässt sich mit kühlenden Gels gut lindern. Ein Befall hat nichts mit Sauberkeit zu tun. Die Tiere reisen im Gepäck, von Hotels über Züge bis in die Berge, und sie tun das weltweit wieder häufiger.
Bettwanzen gelangen in Rucksäcken, Kleidung und Schlafsäcken von einem Ort zum nächsten. Betroffen sind Unterkünfte aller Art, vom Stadthotel bis zur Hütte.
Viel altes Holz, Ritzen und verwinkelte Bauweise bieten mehr Verstecke als glatte Flächen im Tal. Deshalb kontrollieren wir hier oben besonders regelmässig.
Nach Angaben der Alpenvereine sind jährlich etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Alpenvereinshütten betroffen. Deshalb reden wir darüber, statt es zu verschweigen.
Was wir tun
Unser Team prüft die Zimmer laufend und weiss, worauf es zu achten gilt.
Bei einem bestätigten Befall wird professionell bekämpft, betroffene Zimmer werden bis zur Freigabe nicht belegt.
Nach jeder Behandlung folgt eine mehrwöchige Kontrollphase, erst danach gilt ein Zimmer wieder als frei.
Bei Umbauten bevorzugen wir glatte, gut zugängliche Oberflächen, damit erst gar keine Rückzugsräume entstehen.
Was Sie tun können
Nach der Reise
Getragene Wäsche und Hüttenschlafsack möglichst heiss waschen, sechzig Grad im langen Programm sind ideal. Was nicht in die Maschine darf, kann drei Tage bei minus achtzehn Grad ins Tiefkühlfach. Das gilt nach jeder Reise, nicht nur nach einem Hüttenbesuch.
Zum Weiterlesen
Die Massnahmen auf dieser Seite folgen den gemeinsamen Empfehlungen der Alpenvereine und des deutschen Umweltbundesamts. Ausführliche Informationen finden Sie dort.
Informationen des Umweltbundesamts